Strassenrennmaschinen von MZ (in Arbeit)

DKW IFA RT 125 Rennmaschine Baujahr 1952 im Textil- und Rennsportmuseum Hohenstein- Ernstthal

Frühe MZ RT 125 mit Plattendrehschieber

MZ RT 125 mit Plattendrehschieber

Video:  Die „Biene“ MZ RE 50ccm

 
   

Video: MZ RE 125/3 beim Bergrennen in Ziegenrück 2014

Video: MZ RE 125/3 beim Bergrennen in Ziegenrück 2014

 

   MZ 125 Dreizylinder

Im Jahr 1967 testete MZ-Werksfahrer Heinz Rosner erstmals eine Rennmaschine mit drehschieber-gesteuertem Dreizylinder-Achtelliter-Motor, der etwa 28 PS leistete. Das Getriebe hatte acht Gänge. Trotz der Schwierigkeiten, welche  MZ bei der Beschaffung international obligatorischen Teile, wie Rennbereifung, Stoßdämpfern und Zündungsbauteilen gegenüber der westlichen Welt hatte, rechnete man sich mit dem möglicherweise einigermaßen überlegenen Motor gute Chancen aus.

  Im Herbst des gleichen Jahres beschloss die FIM ab Saison 1969 die Zylinderanzahl der 125ger auf zwei zu begrenzen. Die Entwicklung wurde eingestellt, das Fahrzeug aber blieb im Zweiradmuseum Augustusburg erhalten. Anlässlich der Ausstellung zum 90. Jubiläum des Sachsenrings wurde es in einer Sonderausstellung im Fahrerlager mit demontierter Rennverkleidung gezeigt. So konnte man das fillegrane Einzelstück mit Thermosiphon-Wasserkühlung genau in Augenschein nehmen.

MZ 125 ccm mit Tandem-Motor

  Nach dem vereitelten Dreizylinder wurde ein kurioser Tandem-Zweizylinder entwickelt, bei dem man die thermischen Probleme im Kurbelgehäuse bei den enormen Drehzahlen besser beherrschen wollte. Der ebenfalls drehschiebergesteuerte und wassergekühlte Motor leistete im Jahr 1970 34 PS bei ungeheuren 13.800 Umdrehungen in der Minute. Das Getriebe hatte wegen der neuen Beschränkung durch das FIM-Reglement nur noch sechs Gänge. Mit diesem Modell konnte man keinen Grand-Prix-Sieg mehr erringen. MZ zog sich aus der Achtelliter-Klasse der Weltmeisterschaft im Strassenrennsport zurück.
 
 

MZ RE 250 von Rajko Wagner in Frohburg 2017

MZ RE 250 von Rajko Wagner in Frohburg 2017

MZ RE 250 Baujahr 1976

In der Viertelliterklasse hatten im Jahr 1971 Silvio Grassetti und Peter Williams drei Grand Prix Siege einfahren können. Man entwickelte die wassergekühlten Zweizylinder weiter, blieb beim bewährten Plattendrehschieber, modifizierte aber die Fahrgestelle. Die Rennmaschinen hatten nun Scheibenbremsen und Gußspeichenräder. Die Motorleistung stieg 1975 auf 62 und ein Jahr später auf 64 PS bei 11.500 Umdrehungen in der Minute. Au einer solchen MZ RE 250 konnte der Finne Tapio Virtaanen im Jahr 1975 einige WM-Punkte sammeln. Die im Bild gezeigte Maschine ist heute im Besitz von Rajko Wagner und wird bei Classic-Grand-Prix-Veranstaltungen gezeigt.

 

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