Der Gordon Bennett Cup 1900 – 1905
Von 1900 bis 1905 wurde der Gordon Bennet Cup ausgetragen. Der amerikanische Zeitungsverleger James Gordon Bennett junior hatte ihn als ersten großen internationalen Wettbewerb der Hersteller und Nationen ins Leben gerufen. Er gilt als eine erste Vorstufe zu den späteren „Formeln“. Nach seiner Ausschreibung mussten alle Teile des Fahrzeugs aus einer Nation stammen und die Fahrzeuge durften nicht leichter als 300 und nicht schwerer als 1000 kg sein. Die ersten Rennen wurden in Frankreich ausgetragen, dann auch in den Staaten der Vorjahressieger. Nach dem Sieg der Engländer 1902 auf Napier konnte das Rennen nicht in England durchgeführt werden, da dort Rennen auf öffentlichen Strassen verboten waren und eine Höchstgeschwindigkeit von 20 mph galt. Nach dem Sieg von Mercedes im Jahr 1903 in Irland kam der Cup 1904 erstmalig nach Deutschland.

Die Gründung der AIACR 1904 – später als FIA bekannt
Am 20. Juni 1904 trafen sich, anlässlich des in Deutschland stattfindenden Gordon Bennet Cups, Vertreter von 13 Automobilclubs um die Association Internationale des Automobile Clubs Reconnus Federation (AIACR) als Vorläufer der Internationale de l´Automobile (FIA) zu gründen.

Hubraum-Monster
Nach der Jahrhundertwende stiegen Höchstgeschwindigkeit und Leistung der „Tourenwagen“ schnell an. Bald wurden Leistungen von über 100 PS und Geschwindigkeiten über 150 km/h erreicht. Die dafür notwendigen Motoren hatten bald Hubräume von 7 bis 9 in einigen Fällen bis 16 oder gar 20 Litern, Werte, die heute Diesellokomotiven und Kampfpanzern gut zu Gesicht stehen würden.

Kaiserpreis 1907
Nach dem gelungenen „Einstand“, der Austragung des Gordon Bennet Cups bei Bad Homburg im Taunus, wollte Deutschland mit dem „Kaiserpreis“ einen eigenen Grand Prix etablieren. In der Ausschreibung wurde ein Limit für den Hubraum von 8 Litern und ein Mindestgewicht von 1165 kg festgelegt. Das Rennen wurde aber nur einmal – im Jahr 1907 ausgetragen.

Vielfalt von Rennen und Reglements
Die Rennen von Le Mans fanden ab 1906 auf einem reichlich 100 Kilometer langem Rundkurs auf abgesperrten öffentlichen Strassen statt. So etwas war in England verboten. Nachdem englische Rennfahrer ihre Wettkämpfe jahrelang in Irland und auf dem Festland abhielten, wurde am 17. Juni 1907 das Oval des Brooklands-Rundstreckenkurses eröffnet, der schon überhöhte Kurven für hohe Geschwindigkeiten aufwies.

In den Jahren vor dem ersten Weltkrieg gab es unterschiedliche Rennen mit unterschiedlichem Reglements. Allmählich setzte sich bei einigen Rennen zunächst ein Mindestgewicht von 1100 kg und eine Begrenzung der Bohrung der Zylinder auf 155 mm durch. So wurden die Rennen im sportlichem Sinne allmählich fairer und mutmaßlich spannender. Der Französische Grand Prix des Jahres 1914 sah dann neben der Beschränkung des Gewichtes auf 1100 kg, eine Limitierung des Hubraumes auf 4,5 Liter vor. Beim Rennen auf einem Rundkurs bei Lyon belegten Mercedes-Rennwagen alle Medaillenplätze. In den folgenden finsteren Jahren maßen sich die Europäer nicht mehr auf Rennstrecken sondern in Schützengräben. Einige Privatfahrer gingen nun in die USA um am Vanderbilt Cup, Indianapolis und dem Amerikanischen Grand Prix teilzunehmen.

Neue Strecken – neue Rennen 1918 – 1927

Grand Prix Europameisterschaft 1934 – 1939

Grand Prix für Motorräder

Die Entstehung der Formeln

Motorsportarten in der DDR