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Humor ist, wenn man trotzdem lacht!

Der Traum

Letztens hatte ich einen fürchterlichen Traum. Ich träumte, dass irre Zocker die Wirtschaft meiner Traumwelt fast an den Abgrund gebracht und einen Schaden von mehreren Tausend Milliarden Dollar verursacht hätten. Mindestens ein Land irgendwo an einem Zentralmeer wurde daraufhin zu „Ramsch“ erklärt und gezwungen, alles Wichtige und Schöne für´nen Euro – oder so – zu verscherbeln. Die Zocker wollten schließlich private Inseln haben. Die Arbeitslosigkeit in vielen anderen Staaten an diesem Meer stieg nun enorm an. Viele Leute wurden bettelarm. Alle Zocker kamen unbestraft davon, einige hatten nun schöne Inseln. Kriminelle Vereinigungen, wie eine, wenn ich mich recht an diesen allmählich verblassenden Traum erinnere, „Richtigechtländische- oder Commerzienrats-Bank“ wurde mit Milliarden-Geldern von Steuerzahlern, die niemals gezockt hatten, wieder aufgepäppelt. Zocker und Banken bezahlten in diesem Traum keine oder fast keine Steuern, denn sie waren bekanntlich geboren, um zu profitieren. Den Einwohnern von Richtigechtland aber verordnete man keine Sparsamstkeit wie den Anliegern des zentralen Meeres, sondern ermutigte sie zum Kauf einer möglichst großen Anzahl von fahrenden Kisten.

Dieses geniale Konjunkturprogramm, wenn ich mich richtig erinnere, nannten sie es „Abfuckprämie“, bescherte einem ehemaligen Hersteller von Kübelwagen unfassbare Gewinne. So etwas hatte er, seit dem er mit dem veruntreuten Geld der „Kraft-durch-Spaß-Groschensparer“ zehntausende Kübelgefährte gebaut hatte, mit denen die Fleißigen und Sparsamen nun statt zum Urlaub zur Ostsee an die Ostfront fahren konnten, nicht wieder erlebt. Das wollte er nun nochmal haben, oder besser, öfters. Auch die Sklaven, die dort nach der Notversorgung der Arbeitslosen, mit dem Namen eines der Kübelwagenchefs „Kübelpeter-4“ benannt wurden und von denen sich kaum  einer ein Auto leisten konnte, mussten nun für die Subvention der Kübelwagenschwemme bezahlen, und wenn es durch die Mehrgewinnsteuer auf ihre Kartoffeln war.

Leider ist die Erinnerung an diesen irren Traum hier etwas undeutlich. Es gab dann, glaube ich, erstmal Gesetzentwürfe von den für die Umherfahrerei und Kistenherstellung zuständigen Philistern – oder waren es Ministranten? Jedenfalls Oberstbeamte, deren Vorgänger es alle zu sehr gut bezahlten Posten in der Umherfahrkistenherstellungsindustrie gebracht hatten, echte Vorbilder also. Die Gesetzentwürfe sollten die qualmenden Kisten etwas sauberer machen. Möglicherweise  überstiegen die Vorgaben die technischen Möglichkeiten der Zeit ein wenig. Die Kompetenz aller Beteiligten blieb überschaubar. Die Vorstände des „Kraft-durch-Spaß“-Kübelkistenbauers hatten ja eh schon einen Plan für alles. Der war fast 75 Jahre alt, sehr bewährt und beruhte auf dem für die, in dieser irren Traumwelt herrschenden Gesellschaftsordnung notwendigen, alles beherrschenden Grundprinzip – dem Beschiss. Denn mit Bescheißen, da kannten sie sich richtig gut aus. Die Konstruktion ihres größten Erfolgs, der Zugleich ein Identifikationsobjekt der Richtigechtländer war, war vom einstigen Konkurrenten Titri, das Startkapital von den Spaß-Sparern und den zum Glück endlich enteigneten Gewerkschaften geklaut. Der Belegschaft bezahlte man tatsächlich noch weniger als den „Kübelpeter-4“-Beziehern. Sie bestand überwiegend aus Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen – damals. Echt ein irrer Traum – so bekloppt, dass ich fast davon aufgewacht wäre. Bloß gut, dass es so etwas in der Realität nicht gibt.

Man baute nun also Rumfahrkisten, die, wenn die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten und kontrolliert worden wären, niemals gebaut oder in den Verkehr gebracht hätten werden dürfen. Dann kann ich mich wieder erinnern, dass die neuen „Spaßkübel“ in einem fernen Land millionenfach als absolutest sauberste Rumfahrkisten des Universum verkauft und angepriesen wurden, obwohl sie die gesetzlichen Vorgaben, die Höchstwerte von Stinkoxid um ein hohes Vielfaches übertrafen. Die Spaßkübelchefs hatten sicher gedacht, die Oberstbeamten des fernen Landes wären genauso vollkorrupte Clowns, wie die im Richtigechtland. Damit hatten sie etwa so viel Kompetenz bewiesen, wie ihr allererster Auftraggeber der Soldat-General an östlicher Front, wo einst die erste Generation der Spaßkübel bald verrostete, ob nun mit oder ohne Soldatenknochen drin. Die vielen Milliarden Strafgelder, die im fernen Land bezahlt werden mussten, holten sie jedoch rasch wieder rein, denn Richtigechtland hatte sich von den gröbsten Schäden der Zockerstreiche wieder erholt und die effektive Lohnsenkung durch das Millionenheer von Minijobbern aus dem Lager der „Kübelpeter-4“-Sklaven, sowie nicht zuletzt der von der „Abfuckprämie“ ausgelöste Boom hob die Wirtschaft des Richtigechtlandes weit über die der Nachbarländer an. Die durch Beschiss und notorische Duldung der Gesetzesverstöße durch die vollkorrupte Zergierung in den Verkehr gebrachten Kübel blieben legal, gegen jedes Gesetz. Die Kübelbauer brauchten das Geld auch für die Strafe im fernen Land.

Die Leute kauften Rumfahrkisten als gäbe es kein Morgen. Kübel unter 100 PS und 1,5 Tonnen Leergewicht galten als voll uncool. Ein richtiger Mensch war man eigentlich erst ab 200 PS und 2 Tonnen. Viele, sehr viele hatten deutlich mehr. Die Kübelbauer hatten Spaß, aber sie wollten noch mehr. Neue Bestimmungen sollten her, damit die Bewohner von Richtigechtland alle zwei bis drei Jahre zum Kauf der neuesten und allerschwersten Brachialballerkübel gesetzlich verpflichtet würden. Sie zitierten die vollkorrupten Zergierungsclowns an den Katzentisch der Schweinsburg in der gleichnamigen einst von Strafgefangenen erbauten Fabrik-Stadt. Aber auch die Hochvertreter sollten etwas abbekommen. Die Richtigechtländer wurden nun gezwungen ihre Dieselkübel mit einem Verbrauch von ca. 5 bis 6 Litern gegen Spritkübel mit einem Verbrauch von durchschnittlich 8 bis 10 Litern einzutauschen. Das würde Abermilliarden Mineralölsteuer mehr einbringen. Eine Nachrüstung der Kübel zur Verringerung des Stinkoxids war im Richtigechtland im Gegensatz zu allen anderen Ländern wundersamerweise überhaupt nicht möglich. So was gibt´s echt nur im Traum! Irre! Eine Flachkübelfirma aus dem Hochland der Lederhosenleute liefert in das ferne Land und das Weinkäseland Kisten mit Stinkoxidentfernungshardware aus. Die selben Typen konnten mit den gleichen Zerknalltreiblingen im Richtigechtland natürlich gar nicht mit dieser Hardware ausgerüstet werden. Das ging dort nicht. Es lag, glaube ich, an Erdstrahlen oder so. Der Ministrantenclown, der vom Lederhosenhochland in die Hauptstadt geschickt wurde, hat es schwarz auf weiß aufschreiben lassen. Es ist unvermeidlich! Die Dieselkübel müssen gegen neue Spritkübel eingetauscht werden! How! Der Rat der Hochvertreter hat gesprochen. Dem Schreiben der Zergierungsministeriums an alle Kübelwagenbesitzer lagen die Adressen ihrer Lieblingskübelwagenbauer bei – Korruption 3.0. Leute mit zu wenig Geld mussten nun Ihre Kübel am Stadtrand stehen lassen und nachhause laufen. Es wurde in vielen Städten das Dieselfahrverbot ausgerufen. Dann wurde der Traum endgültig absurd. Es stellte sich heraus, das die Finanzierung des Dieselabmahnvereins, der sich als Umweltverein verkleidet hatte, fast ausschließlich durch Spenden von Kistenherstellern und einer zergierungsnahen Stiftung erfolgte. So was Abscheuliches kann es echt nur im Traum geben.

Bald waren umweltgute Spritkübel mit mindestens 150 PS, völlig normal. Fahrer von Kisten unter 100 PS waren doch auch wirklich keine Menschen. Es gelang, die Spritmotoren auf ein ähnliches Einspritzverfahren umzurüsten, wie die alten umweltbösen Dieselkübel schon früher besaßen. Nun hatten auch die Spritkübel einen höheren Stinkoxid vor allem aber einen viel höheren Feinstaubausstoß als Diesel. Die Staubpartikel der Spritmotoren waren aber gute Staubpartikel und die vom Diesel echt böse Stäube. Dass ein höherer Spritverbrauch auch den Kohlendioxidausstoß und damit die Erderwärmung erhöhen würde, konnte von den Presseprostituierten der Hochvertreter bald als Gerücht enttarnt werden. Der Geldeinsammelministrant der Zergierung und die Chefs der Kistenbauer wussten vor Geld kaum noch ein und aus. Die Ausbreitung ihres Paradieses wurde auch von immer besserem Wetter begleitet. Ich träumte, dass ich im Oktober schwitzte. Ein irrer Traum!

Doch das Gerücht, von einem sich erwärmenden Klima, hatte sich zum Glück als Erfindung eines noch ferneren, noch größeren Landes entpuppt. Allerdings im Traum, der an dieser Stelle tatsächlich etwas alpin wurde, hatte ich den Eindruck, die Chefs der Spaßkübel AG hätten schon wieder einen neuen Plan parat. Die Spaßkübel der nächsten Generation brauchten dann keine Räder mehr, denn zum Vorschub reichte ein Propeller am Heck. Radaufhängung, Getriebe und Servolenkung fielen weg, lediglich Rettungsringe kamen dazu. Es würde fantastische Gewinne geben mit den in vielen Gegenden der Welt bald dringend benötigten echten Schwimmkübeln.

Doch zum Glück war alles nur ein richtig übler Traum. In unserer realen Welt kann so etwas zum Glück nicht passieren. Denn schließlich leben wir ja in einem demokratischen Rechtsstaat.


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