ES 250 G in der Enduro-Sonderausstellung anlässlich der Six Days im Bergbaumuseum Ölsnitz 2012

ES 250 G in der Enduro-Sonderausstellung anlässlich der Six Days im Bergbaumuseum Ölsnitz 2012

ES 175/250/300 G (1956 – 1962)

Schon im Jahr 1956 starteten Fahrer der DDR auf etwas modifizierten ES-Maschinen zu den Six Days, zunächst als Teil einer gesamtdeutschen Mannschaft. MZ trat hier aber auch mit einer Werksmannschaft an und konnte zweite Plätze einfahren. Obwohl die ES G noch kaum von der Serie abwich, gehörte sie bald zu den Leistungsfähigsten in ihren Klassen. Bei den Six Days 1960 erzielten sie einige Klassensiege konnten aber die Mannschafts-Weltmeisterschaft nicht erringen, weil bei der Maschine von Rypke Wasser in den Vergaser eingedrungen war und so erhebliche Strafpunkte kassiert wurden. Bei den Schwäbischen Leistungsprüffahrten konnten 1960 und 1961 Klassensiege beispielsweise durch Werner Salevsky in der Klasse bis 250 ccm eingefahren werden. Zu den Weltmeisterschaften 1961 (GB) und 1962 (BRD) wurde den aussichtsreichen Mannschaften der DDR die Einreise verweigert. Salevsky konnte in diesen beiden Jahren bei den schweren österreichischen Alpenfahrten aber Klassensiege erringen.

MZ ETS 250 G 5

MZ ETS 250 G 5

ETS 175/250/300 G

Zur Saison 1963 trat MZ mit neu entwickelten Geländemotorrädern an. Die Maschinen hatten nun ein von der Serie abweichendes Fahrgestell mit einem Zentralrohr-Brückenrahmen und einer Telegabel. Die Motoren waren der Serie noch sehr ähnlich, bekamen aber einen fünften Gang und breiter verrippte Zylinder. Die Six Days fanden nun im Land des Siegers von 1962 der CSSR statt. Die Mannschaften durften einreisen und gewannen glatt alles, was es zu gewinnen gab. Die Motoren hatten in der Saison 1964 folgende Leistung: 175ccm – 18,5 PS, 250ccm – 23 PS, 300ccm – 25 PS. Die Motorleistung stieg beispielsweise bei der 250ger auf 32 PS im Jahr 1969. 

Frank Schubert auf der MZ GT 250 bei den Six Days in Povazska Bystrica, CSSR, 1982

Frank Schubert auf der MZ GT 250 bei den Six Days in Povazska Bystrica, CSSR, 1982

MZ GT 250/370 (1980 – 82)

Bei den luftgekühlten Motoren befand sich die Kupplung nicht mehr auf der Kurbelwelle sondern auf der Vorgelegewelle des Getriebes. Die Motoren konnten dadurch mit eingelegtem Gang und gezogener Kupplung angetreten werden.

MZ GT  in der Enduro-Sonderausstellung anlässlich der Six Days im Bergbaumuseum Ölsnitz 2012

MZ GT  in der Enduro-Sonderausstellung anlässlich der Six Days im Bergbaumuseum Ölsnitz 2012

MZ Werksmaschine GT 250 bei der Geländefahrt "Rund um Zschopau" 1981, Foto: Dieter Kleiner

MZ Werksmaschine GT 250 bei der Geländefahrt „Rund um Zschopau“ 1981, Foto: Dieter Kleiner

MZ GT 250, Bj. 1987 in der Enduro-Sonderausstellung anlässlich der Six Days im Bergbaumuseum Ölsnitz 2012

MZ GT 250, Bj. 1987 in der Enduro-Sonderausstellung anlässlich der Six Days im Bergbaumuseum Ölsnitz 2012

MZ GT 250/500(370) (1983 – 1988)

Ab 1983 setzte man bei den Werksmaschinen eine Zentralfederung mit zwei Federbeinen und einem Hebelsystem ein. Die Geometrie der Hebel verlängerten den Hub exponentiell zur Einfederung der Schwinge. Die Hinterradfederung und Dämpfung hatte nun eine stark progressive Kennlinie. Die Maschine links erzielt aus 249 ccm 42 PS und wiegt 110 kg. Ab 1987 verzichtete man auf die für MZ so typische Kapselung der Antriebskette. Erste Exemplare bekamen vorn eine Scheibenbremse.

MZ GT 250, Bj. 1987 in der Enduro-Sonderausstellung anlässlich der Six Days im Bergbaumuseum Ölsnitz 2012

MZ GT 250, Bj. 1987 in der Enduro-Sonderausstellung anlässlich der Six Days im Bergbaumuseum Ölsnitz 2012

MZ GT 500 (370ccm) 1988 in der Enduro-Sonderausstellung anlässlich der Six Days im Bergbaumuseum Ölsnitz 2012

MZ GT 500 (370ccm) 1988 in der Enduro-Sonderausstellung anlässlich der Six Days im Bergbaumuseum Ölsnitz 2012

MZ GT 500 (370ccm) Bj. 1988 in der Enduro-Sonderausstellung anlässlich der Six Days im Bergbaumuseum Ölsnitz 2012

MZ GT 500 (370ccm) Bj. 1988 in der Enduro-Sonderausstellung anlässlich der Six Days im Bergbaumuseum Ölsnitz 2012

 

MZ GT 250/500(370) (1988 – 1990)

Der luftgekühlte Motor der Fünfhunderter schöpft 49 PS aus nur 365,2 ccm und kommt durch seine Elastizität und sein Drehmoment mit 5 Gängen aus. Nach der wassergekühlten GT 250 W wurde ab 1988 auch die ersten Fünfhunderter mit Membraneinlass und Wasserkühlung eingesetzt. Die Maschine ganz unten wurde von Jens Scheffler 1989 bei den Six Days gefahren und entwickelt 52 PS aus etwa 370 ccm. Die GT 250 W hat 42 PS und ein Sechsganggetriebe. Der Motor besitzt Membraneinlaß und eine pneumatische Auslassteuerung.

MZ GT 500 (370ccm) Bj. 1988 in der Enduro-Sonderausstellung anlässlich der Six Days im Bergbaumuseum Ölsnitz 2012

MZ GT 500 (370ccm) Bj. 1988 in der Enduro-Sonderausstellung anlässlich der Six Days im Bergbaumuseum Ölsnitz 2012

Wassergekühlte GT 250 W in der Enduro-Sonderausstellung anlässlich der Six Days im Bergbaumuseum Ölsnitz

Wassergekühlte GT 250 W in der Enduro-Sonderausstellung anlässlich der Six Days im Bergbaumuseum Ölsnitz

MZ GT 500 W Baujahr 1989 im Fahrzeugmuseum Suhl

MZ GT 500 W Baujahr 1989 im Fahrzeugmuseum Suhl

MZ GT 500 W Detail Motor mit Membraneinlass

MZ GT 500 W Detail Motor mit Membraneinlass

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