Im Jahr 1967 testete MZ-Werksfahrer Heinz Rosner erstmals eine Rennmaschine mit drehschieber-gesteuertem Dreizylinder-Achtelliter-Motor, der etwa 28 PS leistete. Das Getriebe hatte acht Gänge. Trotz der Schwierigkeiten, welche MZ bei der Beschaffung international obligatorischen Teile, wie Rennbereifung, Stoßdämpfern und Zündungsbauteilen gegenüber der westlichen Welt hatte, rechnete man sich mit dem möglicherweise einigermaßen überlegenem Motor gute Chancen aus.

MZ RE 125 Dreizylinder am Sachsenring 2017

MZ RE 125 Dreizylinder am Sachsenring 2017

 

 

MZ-Dreizylinder 125ccm Schloß Augustusburg

Im Herbst des gleichen Jahres beschloss die FIM ab Saison 1969 die Zylinderanzahl der 125ger auf zwei zu begrenzen. Die Entwicklung wurde eingestellt, das Fahrzeug aber blieb im Zweiradmuseum Augustusburg erhalten. Anlässlich der Ausstellung zum 90. Jubiläum des Sachsenrings wurde es in einer Sonderausstellung im Fahrerlager mit demontierter Rennverkleidung gezeigt. So konnte man das fillegrane Einzelstück mit Thermosiphon-Wasserkühlung genau in Augenschein nehmen.

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