(in Arbeit)

Klaus Wieland mit seiner MZ ETS 175/G, Baujahr 1966 bei der Classic Enduro in Brehna 2022

ETS 175/250/300 G

Zur Saison 1963 trat MZ mit neu entwickelten Geländemotorrädern an. Die Maschinen hatten ein von der Serie abweichendes Fahrgestell mit einem Zentralrohr-Brückenrahmen und einer neu entwickelten Telegabel. Die Motoren waren der Serie noch ähnlich, hatten fünf Gänge und breit verrippte Zylinder. Die Six Days fanden nun im Land des Siegers von 1962 der CSSR statt. Unsere Mannschaften durften diesmal einreisen und gewannen glatt alles, was es zu gewinnen gab. So wurde im Jahr 1964 zum ersten Mal die Six Days in der DDR ausgetragen. 

MZ ETS 250 G 5 Werksmaschine in der Ausstellung im Bergbaumuseum  in Ölsnitz 2012

Die Motoren hatten in der Saison 1964 folgende Leistung: 175ccm – 18,5 PS, 250ccm – 23 PS, 300ccm – 25 PS. Damit, aber auch mit ihren hervorragenden Fahrern konnte MZ die Mannschaftswertungen die FIM World Trophy, die Silbervase (Junior-Trophy) und die Hersteller-WM 1964 in Erfurt gewinnen. Bei den 175ern siegte Peter Uhlig. In dieser Klasse belegte MZ auch die Plätze 3 bis 6. Bei der Viertelliter-Klasse gewnn Werner Salevski vor Weber und Wagner (alle MZ). Bernd Uhlmann gewann bei den Dreihundertfünfzigern.

MZ ETS 300 G Baujahr 1964

MZ ETS 300 G Baujahr 1964

Das Motorrad hier links ist das unveränderte Werksmotorrad mit dem Fred Willamowski an der Sechstagefahrt in Erfurt teilnahm. Es hat nur etwas mehr als 250ccm Hubraum. Damit gelang Willamowski das Kunststück, in der Halbliterklasse den Klassensieg einzufahren. 

Videos bieten die Möglichkeit das Bewegen der Fahrzeuge im Gelände und ihre Klänge zu dokumentieren. Im Video (links) sind Werksmaschinen gefahren von oft auch nicht mehr ganz jungen Fahrern zu sehen. Die Baujahre reichen von 1963 bis 1973. Zunächst waren die ETS/G Werksmaschinen äußerlich kaum von der Kleinserie zu unterscheiden. Eine ETS/G von 1963 kann aber keine Kleinserie sein, da die ETS/G in der Lehrwerkstatt erst ab 1966 gebaut wurde. Natürlich können gut gemachte Repliken dabei sein. Ich habe nicht alle Teilnehmer gefragt. Interessant ist die Startnummer 92, die eine der letzten noch ETS genannten Motorräder ist. 

1. v.r. MZ ETS 250 G, Baujahr 1970 Schloß Augustusburg

ETS 250/G Baujahr 1969 Schloß Wildeck Zschopau

Die Motorleistung stieg bei der 250ger auf 32 PS im Jahr 1969. Es wurden nicht mehr die klobigen seriennahen ES-Tanks verwendet, sondern Tanks vom Simson-Sperber, welche mit größerem Tankverschluß und einem Werkzeugfach ausgestattet waren.

Werksenduros der achtziger Jahre

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Quellen: Rönicke, Frank, Das grosse DDR-Motorradbuch, Motorbuch Verlag, Stuttgart, 2013                                                                                      Loistl. Bernd, 39. Internationale Sechstagefahrt in Erfurt, Books on Demand GmbH Norderstedt, 2014-2016