Am 16. Juli 1896 gründeten die Brüder Paul, Richard und Gustav Conrad die „Gebrüder Conrad Excelsior-Fahrrradwerke-Brandenburg“. Nach dem Ausscheiden von Gustav Conrad und dem Eintritt von Franz Patz wurde der Firmenname im Jahr 1901 in ,,Gebr. Conrad & Patz, Excelsior-Fahrradwerke“ geändert. 1906 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft. Im Jahr 1927 erreichte die Firma mit 1500 Arbeitern eine Produktion von 70.000 Fahrrädern. In den Jahren 1896 bis 1926 wurden insgesamt 1.250.000 Fahrräder hergestellt. Die Excelsior Werke stellten bereits von 1902 bis ca. 1908 Motorräder her. Ab Februar 1929 wurden Touren- und Sportmotorräder mit Einbaumotoren des englischen Herstellers JAP produziert. Nach der Machtergreifung der NSDAP verwendete man Motoren der Firma Bark aus Dresden. Bald wurden vor allem Einbaumotoren von Fichtel & Sachs eingebaut. Das machten natürlich auch fast alle anderen Hersteller leichter Motorräder in dieser Zeit. Der „Schell-Plan“ der Nazis untersagte dann direkt die Motorrad-Produktion. Die Firma arbeitete ab diesem Zeitpunkt ausschließlich für die Wehrmacht und wurde folglich von den Russen enteignet.

Excelsior mit JAP-Motor bei der „VIa Regia“ 2022

Detail: seitengesteuerter 200ccm-JAP-Motor aus England