Lothar Thomas gestorben
Sein erstes Rennen bestritt Lothar Thomas im Jahr 1958 auf einer IFA RT 125. Bereits 1960 startete er mit einem Formel-Junior-Rennwagen mit Wartburg-Motor bei Wettbewerben im Formelrennsport. Im Jahr 1964 eröffnete er im sächsischen Radeburg eine Autowerkstatt, in der er hauptsächlich Fahrzeuge der tscheslowakischen Marke Skoda reparierte. Mit einem Skoda MB 1000 trat er erstmals 1972 im neu ins Leben gerufenen Rennsport mit Tourenwagen gegen die in dieser Zeit dominierenden Wartburg 353 an. Mit einem Skode S100 konnter er 1974 auf dem Sachsenring und in Schleiz jeweils den zweiten Platz belegen und wurde damit erstmals DDR-Meister.
Von einem Schrottplatz in der CSSR holte er sich 1977 ein Skoda 130 RS-Coupé, eines der formschönsten Autos, die es im RGW-Gebiet gab. Er baute es wundervoll wieder auf und wurde damit 1978 Vize-DDR-Meister. Im Jahr 1989 besuchte ich ihn in seinem Meisterbetrieb, in dem er u.a. auf einer zur Metalldrückmaschine umgebauten Drehbank dreiteilige Leichtmetallfelgen für die Strassenrennsportler der DDR fertigte. Acht der raren Räder konnte ich für meinem im Aufbau befindlichen Rennwagen von ihm erwerben. Er ließ es sich im Alter von 87 Jahren nicht nehmen, beim Jubiläumsrennen “100 Jahre Schleizer Dreieck” mit seinem 130RS zügige Runden zu drehen. Am 1. Februar ist Lothar Thomas im Alter von 90 Jahren friedlich eingeschlafen.


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