Keine Teilnahme Deutschlands an der 100. ISDE
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Im Jahr 1913 wurde der schon seit 1903 in Großbritannien ausgetragene “Six Days Reliability Trial” von der FICM (heute FIM) international ausgeschrieben. Im Jahr 1933 konnte erstmals eine deutsche Mannschaft die “Trophy” erringen. Auch in den Jahren 1934, 1935 und 1939 ging der Pokal an das Deutsche Reich. In den Jahren 1935, 1938 und 1939 belegte auch die deutsche Silbervasenmannschaft erste Plätze. Nach dem Zweiten Weltkrieg traten bald Deutsche auch gegen Deutsche an. Die Bundesrepublik holte 1955 und 1957 die Trophäe und 1958 trat eine erste Mannschaft der DDR mit fast der Serie entsprechenden Maschinen von MZ an. In den Jahren 1963 bis 1969 hatten die Mannschaften der DDR einen regelrechten Lauf. Nur im Jahr 1968 konnten sie die Trophy nicht gewinnen. Die BRD errang die Trophäe in den Jahren 1961, 1975 und 1976 und die DDR konnte 1982 die Silbervase und 1987 alles, was es für Mannschaften zu gewinnen gab, nachhause bringen.
Nachdem 1991 in der Trophywertung und 2012 in der Women´s World Trophy je ein zweiter Platz erreicht wurde, blieben seit einiger Zeit die ganz großen Erfolge, wie in früheren Zeiten, für das nun vereinigte Deutschland aus. Jetzt wird sogar m.E. ein regelrechter Tiefpunkt erreicht. Der Verein für Endurosport teilte im Januar mit, dass ausgerechnet zum Hundertsten Jubiläum der Mannschaftsweltmeisterschaft im Endurosport, die von vielen als eine Art “Olympiade des Motorradsports” angesehen wird, keine deutsche Mannschaft teilnehmen wird. Genau vor einhundert und einem Jahr – also 1925 – gaben die Deutschen bei diesem harten und faszinierenden Wettbewerb ihr Debüt.
Zunächst hatte man noch gehofft, dass vielleicht Clubmannschaften nach Portugal fahren könnten. In einem Beitrag vom 13. Februar 2026 in der Leipziger Volkszeitung erläuterte Six Days-Teilnehmerin Celine Heistermann in einem Interview die Schwierigkeiten. Die Clubmannschaften müssten alles selbst finanzieren und dies würde immer schwieriger werden. Hoffen wir also auf ein mittleres Wunder oder wenigstens auf die Teilnahme von deutschen Mannschaften im kommenden Jahr in Großbritannien. Unser Ziel sollte sein, an wenigen Orten, wo großes Engagement besteht, die wunderbare Disziplin, so weit wie möglich, als Kulturgut in die Zukunft mitzunehmen. Der Raum mit vielen Vereinen rund um Zschopau, sowie die Vereine in Dahlen und Meltewitz bieten die Möglichkeit, auch in schwiergen Zeiten, die faszinierende Disziplin zu pflegen und zu erhalten. Ich bin unlängst in den SHC Meltewitz offroad team e.V. im ADAC eingetreten. Lasst uns für den Erhalt dieses Sports eintreten! Er gehört zu unserer ost-, west- und gesamtdeutschen Kultur.





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