StartseiteUncategorized15. Rallye Kurstadt Bad Schmiedeberg

Das Jahr 2020 war für viele Menschen kein gutes Jahr, gefährlich für viele Selbstständige und für einige, die den Covid-19-Virus im Blut hatten. Für Menschen mit „Benzin im Blut“ war es zumindest einigermaßen langweilig –  bis zum 12. September. Dem MSC Bad Schmiedeberg gelang es, einen der vier verbliebenen von einst 15 geplanten Läufen zur ADMV-Rallye-Meisterschaft, wie immer in hervorragender Weise, zu organisieren. Erstmals starteten R5 Boliden in einer Rallye 70. Hier gewannen Jürgen Krause und Philipp Nenninger mit ihrem Skoda Fabia. Mit den schnellsten Zeiten erreichten sie auch den Gesamtsieg der Rallye. Schon im Vorjahr erreichten Jeffrey Wiesner und Marcel Eichenauer mit ihrem betagten Volvo 940 einen hervorragenden sechsten Platz in der Gesamtwertung. Die große Limousine ohne Allradantrieb „prügelten“1 sie auch diesmal über die Strecke und zeigten mit einem unglaublichen vierten Rang so manchen der technisch überlegenen Mitsubishi Lancer- und Subaru Impreza, wo der Hammer hing. In ihrer Klasse NC 2 erreichten sie den ersten Platz und stehen nun in der ADMV-Meisterschaft und beim ADMV-Pokal in der Gesamtwertung auf Rang zwei. Das ist Sport, wie ich ihn mag.

alle Ergebnisse: www.dmsb-sport.de

Schnell: Julius Tannert und Jan Enderle mit ihrem Skoda Fabia. Die neue Klasse mit stark veränderten Kompakt-Fahrzeugen bis 1600ccm und 4WD hatte hier Premiere.

Sieger der ADMV-Rallyemeisterschaft, des ADMV-Pokals sowie des  DMSB-Schotter-Cups: Dark Liebehenschel und Kerstin Munkwitz mit ihrem Mitsubishi Lancer Evo 8.

Helden des Tages: Jeffrey Wiesner/Marcel Eichenauer mit Volvo 940 mit historischem Material erfolgreich unterwegs2

Unkaputtbare Schwedentechnik, wunderbar: Jürgen Krause/Philipp Nenninger im Volvo 240 VOC/F NC 2

5. Histo-Rallye Kurstadt Bad Schmiedeberg

So attraktiv der aktuelle Rallye-Sport auch ist, als alter Oldtimer-Fan begeistert mich der Sport mit historischen Fahrzeugen noch mehr. Bei der Histo-Rallye konnte man viele davon sehen, zünftig und einigermaßen am Limit bewegt. Obwohl nach Gleichmäßigkeit gefahren wurde (es gewinnt der, dessen Prüfungszeiten der einzelnen Durchläufe der WP´s die geringste Differenz aufweist) ging es durchaus richtig zur Sache. Denn, eine probate Methode möglichst gleiche Zeiten zu fahren, ist die, am Limit zu fahren – sozusagen gleichmäßig schnell. Bei der Histo-Rallye siegten Frank und Heike Schneider auf einem Opel Askona B vor Jörg und Silke Wild auf Golf I GTI und Jens Kischkel/Yvonne Gröndahl auf Lancia Beta Monte Carlo. 

Sieger der Histo-Rallye: Frank u. Heike Schneider, Opel Ascona B, damals Standart: Motor vorn, Antrieb hinten, Starrachse, Gewicht ca. 1000 kg2

Platz 2: Jörg u. Silke Wild, VW Golf I GTI, Damals war der GTI mit knapp 800 kg ein echtes Sportgerät, zum Vergleich aktueller GTI: 1370 kg2

Uwe von Fritschen/Andreas Baumann, Lada VFTS

Auf Platz 4: Jens Lewandowski/Roy Otto, AWE Wartburg 3532

Histo-Rallye Platz 6: Thomas Spörer/Michael Senf im Trabant 601 RS.

Platz 8 der ADMV-Histo-Rallye: Thoralf und Anke Morgenstern im Renault 19-16V 2

 

Rallye-Legenden

Ein Highlight, insbesondere für Freunde des Sports mit historischen Fahrzeugen wie mich, waren die Ausstellung und die Demonstrationsläufe mit Oldtimern des Rallye-Sports. Wie in den Jahren davor trafen sich auf der Festwiese bei Patzschwig wieder ehemalige Aktive des DDR-Rallye- und Rennsports. Etliche hatten interessante Fahrzeuge mitgebracht.

Andreas Zänker und Carsten Vetter mit ihrem originalen Trabant 601 mit dem sie bis 1990 für den MC Plauen und den MC Wismut Karl Marx-Stadt an vielen DDR-Meisterschaftsläufen teilnahmen.

Wunderschöner Skoda S 120 von Torsten Riedel am Start zum Demonstrationslauf auf der WP Patzschwig – Kleinkorgau. Im Hintergrund Polski Fiat 125p von Tom Amlacher und ein rumänischer Dacia.

Zu DDR-Zeiten berühmt durch seinen 150PS-Moskwitsch: Hilmar Bosse auf der WP Patzschwig mit seinem Mitsubishi Starion, mit dem er in den 90gern erfolgreich war.

Tom Amlacher mit seinem schönen Polski FIAT 125p

Einst bei der East African Safari Rallye aber auch bei schwersten Rallyes in Australien, Jordanien, Argentinien und Neuseeland erfolgreich dabei: Michael Kahlfuss mit Trabant 601 „Fritzi“

Markus Tittes im Trabant 601

In den achtzigern im Osten in seiner Klasse kaum zu schlagen, aber auch aktuell gut im Rennen – Lada VFTS

Von Jahr zu Jahr m.E. immer zahlreicher – Trabant 601 Tourenwagen

Next Generation: Markus Tittes bei der Bremsenreparatur. Wer hätte gedacht, dass der Trabi zum Kult wird? 

Der DDR-Meister im Autocross Frank Eißler begutachtet alte ADMV-Dokumente.

 

Henry Rudolph sehr motiviert….

...kleiner Ausritt…

…nichts passiert!

 

Wie immer alles perfekt organisiert

Sowas will ich sehen: Wartburg 353 Rallye-Transporter. Was will ich nicht sehen?: Jeep-PS-Monster mit Verbräuchen wie Panzer. 

 

Quellen:         1 Programmheft zur Veranstaltung des MSC Bad Schmiedeberg im ADMV

                       2 Foto: Andreas Haubenreißer, Leipzig

 

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