StartseiteUncategorizedBericht von der 16. ADMV Rallye Kurstadt Bad Schmiedeberg

Am Freitag versuchte sich das Wetter über Sachsen-Anhalt mit einer Art „Probe-Sintflut“. Die meisten befürchteten, wie ich, eine schwierige Veranstaltung. Als ich am Morgen des Sonnabends Bad Düben erreichte, wurde der Himmel blau. Deutschland war von dichten Regenwolken bedeckt, doch über der Dübener Heide ließ ein großes Loch in der Wolkendecke die Sonnenstrahlen hindurch. Hat Petrus Verwandte in Bad Schmiedeberg? Moderator Alfred Gorny konnte seine detailreiche Kommentierung erleuchtet von einem regelrechten Spotlight unseres Zentralgestirns beginnen. Vor Jahrhunderten dienten solche Phänomene oft zur Begründung von Religionen.

Wie junge Götter fuhren jedenfalls Jeffrey Wiesner und Marcel Eichenauer im Subaru Impreza N12 über die trotz nun einigermaßen schönen Wetters keineswegs leichte Strecke zum Gesamtsieg. Im Vorjahr zeigten sie mit ihrem „Oldtimer“ mit Heckantrieb den leistungstärkeren Allradlern wo der Hammer hängt. Nun mit konkurrenzfähigem Auto siegten sie mit mehr als zwei Minuten Vorsprung. Bei einer Rallye 70 mit 6 Wertungsprüfungen sind das Welten. Mich als Freund historischer Fahrzeuge begeistert es natürlich sehr, wenn Trabis, Ladas und Volvos bei einer „richtigen Rallye“ härtestmöglich kämpfen. So siegten Patrick Rodewald und Andrea Selzer im betagten Volvo 242 in der großen Klasse (NC 2) bis 3000ccm. In der zahlreich besetzten Klasse bis 1600ccm (NC 4) belegten Uwe von Fritschen und Andreas Baumann im besten der vier gestarteten Lada-VFTS-Oldtimer den dritten Platz. Ich glaube mich keinesfalls zu versteigen, wenn ich behaupte, dass der Klassensieg von Mario Keller und Felix Wolf mit ihrem mindestens 30 Jahre alten Trabant 601 in der NC 5 bis 1400ccm eine „mittlere Sensation“ ist. Zum Hubraumlimit fehlten ihnen 800 Kubikzentimeter. Viele ihrer Konkurrenten hatten mindestens doppelt soviele Pferde unter der Haube. Mit diesen Pferden muß man aber auch umgehen können. Mario Keller zeigte, wie man´s macht – wunderbar!

Einen guten Artikel über diese Rallye finden Sie hier:  rallye-magazin

unkommentiertes Video der Veranstaltung

alle Ergebnisse

Fotostrecke auf meinem Flickr-Account

Matthias Koch und Stephan Günther geben im Mitsubishi Lancer Evo 9 (NC 1) in der WP 3 ordentlich Gas, fielen aber später mit Motorschaden aus.

Vom betagtem Volvo in einen Allradler und gleich Gesamtsieger: Jeffrey Wiesner/Marcel Eichenauer im Subaru Impreza N12

Platz 7 der Gesamtwertung und schnellstes Team mit Frontantrieb; Rigo Sonntag und Peter Messerschmidt im Honda Civic R

Unglaublich! Klassensieg in der Klasse bis 1400ccm: Mario Keller und Felix Wolf mit etwa 30 Jahre alten Trabant 601 mit nur 600ccm.

Patrick Rodewald/Andrea Selzer treten im betagten Volvo 242 in der NC 2 gegen moderne Boliden an – sehr sehenswert!

Rodewald/Selzer bombardieren mt ihrem historischen Volvo den Fotografen mit Schotter. So muß es sein!

Die 6. ADMV Histo-Rallye Kurstadt Bad Schmiedeberg

Kurz vor dem eigentlichen Feld gingen die historischen Rallye-Fahrzeuge der 6. Histo-Rallye auf die selbe knüppelharte Strecke. Obwohl es vor allem auf das exakte Einhalten der Fahrzeiten ging, ließen die Teams ihre Oldtimer wie in den alten Tagen über den Schotter driften. Schön ist es, wenn gepflegte Oldtimer in Museen stehen. Sehr interessant ist es, wenn, wie im August-Orsch-Museum, bei einer Führung ein historischer Motor angeworfen wird. Für mich am schönsten ist es aber, wenn die Technik, so wie vor Jahrzehnten, in Rennen gezeigt wird. Manch einer wird sich besorgt fragen, muß das denn mit einem Unikat, wie dem Werks-Wartburg, sein, der im Jahr 1966 den Klassensieg bei der Rallye-Akropolis einfuhr. Es muß nicht sein, aber es ist großartig, wenn es passiert. Der Wagen war für mich die Hauptattraktion der ganzen Veranstaltung. So etwas ist für mich die Pflege technikhistorischen Kulturgutes auf spannendste und eindrucksvollste Art. 

Holger Stracke und Richard Wehle vielen mit ihrem Wartburg 312 einem Original- Werks-Rallyefahrzeug Baujahr 1966 leider aus.

6. Platz: Ingo Höppner und Marco Laeseke, im Mercedes 230 einem Fahrzeug, das einst durch ganz Afrika bis nach Kappstadt fuhr.

Schnell und exakt: Die Sieger der Histo-Rallye Bernd Lutz und Stefan Sawinsky im einstigem Traum der DDR-Bürger, dem VW Golf I GTI  in der WP 3

Markus Ranglack und Richard Jüngling im Peugeot 205 GTI Baujahr 1990 in der WP 3 schnell unterwegs am Ende aber zu große Zeit-Differenzen.

 


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